Destiny 2: Besser zu viel Story als zu wenig!

Veröffentlicht von

Bungie-Autoren kündigen eine sehr dichte und packende Story an – mit vielen emotionalen Momenten. Lest mehr über eine Geschichte von Schmerz, Verlust und Hoffnung.

Zu Beginn von Destiny 2 verlieren wir Hüter alles. Das soll die Geschichte nachhaltig prägen und der Story wesentlich mehr Tiefe und Dichte geben. Bungie-Game Designer und Autoren versprechen im IGN First-Interview Großes.

„Wir wollen, dass sich die Leute über zu viel Story beschweren“

Jason Harris, Senior Narrative Lead und Matthew Ward, Cinematic Lead, sind wahrscheinlich diejenigen, die sich mit der Story von Destiny 2 am besten auskennen. Wenn diese beiden versprechen, dass es „große, weitreichende, cineastische Geschichten“ geben wird, dann können wir uns darauf zu Recht freuen.

Die Macher von Destiny 1 und 2 haben in den letzten Jahren mit unglaublich vielen Spielern gesprochen – kein Wunder, denn viele Entwickler und Game-Designer sind selbst leidenschaftliche Spieler. Auf diese Weise haben sie erfahren, welche Geschichten die Fans wirklich bewegen, wie sie die NPCs wahrnehmen und was sie sich wünschen. Deswegen haben sie sich besonders intensiv bemüht, die Welt so zu bauen, dass sie uns reinzieht, dass wir mitgehen und dass wir die Geschichten wie am eigenen Leib spüren.

Destiny 1 habe eine Welt etabliert, viele Fragen gestellt, aber wenige beantwortet. Das bildet die Basis für Destiny 2. Ab jetzt werden richtige Geschichten erzählt, solche die tiefgehen, die Antworten geben. Lachend geben die Bungie-Vertreter zu, dass sie am liebsten die Kritik lesen würden, es gebe „zu viel Story“.

„Verglichen mit einem Herzschlag war Destiny 1 eher gleichmäßig und verlässlich, stabil. Destiny 2 wird wie der Herzschlag eines Sportlers beim Workout, wie ein Maschinengewehr.“

Wir schauen in die Abgründe der menschlichen Emotionen

Den besten Hebel, den Bungie hat, um uns Hüter emotional zu packen, sind die Charaktere, die wir lieb gewonnen haben. Wenn verlässliche Bekannte wie Ikora, Cayde-6 und Zavala in tiefe Zweifel gestürzt werden und mit dem Hüter-Dasein hadern – wie soll es uns dann erst gehen?
Wir verlieren nicht nur unsere Ausrüstung. Wir verlieren unser Licht, unsere Bestimmung und müssen uns Fragen stellen wie:

  • Was bedeutet es, ein Hüter zu sein?
  • Wie gehe ich mit Tod und Verlust um?
  • Wer bin ich ohne das Licht des Reisenden? Bin ich noch ich?

Ja, es geht an die Grundfesten unseres Selbstverständnis als Hüter. Aber was habt Ihr erwartet, wenn Ihr sogar Zavala so gebeutelt erlebt:

Eine deutlich vielschichtigere Welt als zuvor

Destiny 2 geht auf´s Ganze. Wir erleben Trauer, wir erleben Verlust, wir sind mit dem Tod und unserer eigenen Endlichkeit konfrontiert. Der engere Kontakt zu Zivilisten in der Welt von Destiny 2 trägt diese Story mit. Das gibt der Welt insgesamt mehr Facetten und – wie wir hoffen – noch deutlich mehr Glaubwürdigkeit.

Die Rückkehr alter Bekannter

Der Reisende wird endlich wieder eine wichtige Rolle spielen. Haben wir ihn doch für allgegenwärtig gehalten und in den DLCs von Destiny 1 keine weiteren Geschichten von ihm gehört. Destiny 2 hat ihn zum zentralen Punkt. Wir dürfen gespannt sein, was aus ihm wird.

Viele Charaktere aus D1 bleiben uns erhalten. Das stärkt die Glaubwürdigkeit der Geschichte und ist vor allem auch deswegen notwendig, weil wir viele der NPCs einfach lieb gewonnen haben (nicht: Meister Rahool, aber der ist ja auch wie „von Zauberhand verschwunden“). Destiny 2 schenkt diesen Charakteren mehr Tiefe, mehr Eigenleben und vor allem: mehr Menschlichkeit – auch wenn es nicht bei allen um Menschen handelt, streng genommen. Sie erleiden Verluste, sie zweifeln, sie hadern mit ihrem Schicksal und hinterfragen alles. Und so geht es uns wahrscheinlich auch irgendwie. Haben wir uns doch für unverwundbar gehalten. Diese Zeiten sind vorbei.

Schaut euch hier das ganze Interview als Video an:

Eure Vero