Review zu Festung der Schatten und der Saison der Unvergänglichen: Top oder Flop!?

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Die Saison der Unvergänglichen neigt sich dem Ende entgegen und an vielen Stellen wird heftige Kritik an Bungie geübt. Ist die Kritik auch berechtigt ?

Als Verfasser dieses Artikels teile ich hier meine eigene Meinung und jeder darf und soll natürlich auch eine eigene Sicht auf die Dinge haben.

 

Ich nehme an dieser Stelle keine Rücksicht darauf, was andere Onlineplattformen oder Redakteure schreiben oder vielleicht auch die Mehrheit der Community denkt.

Für mich ist Destiny ein Hobby und ich verbringe relativ viel Zeit im Destinyuniversum, insbesondere mit Clankameraden oder anderen Bekannten. Meine Solospielzeit ist dabei sehr gering, da für mich die Kommunikation und der gemeinsame Spaß im Vordergrund stehen. Ich liebe Herausforderungen und grinde sehr gerne auf diverse Triumphe oder kann gerne auch viel Zeit im Schmelztiegel verbringen. Das ein kurzer Anriss, um zu verdeutlichen, von welchem „Hütertyp„ diese Meinung stammt.

Story rund um den (neuen) Planeten Mond!

Eris Morn war eine Figur, die mich bereits im ersten Teil faszinierte und der Mond war mein absoluter Lieblingsplanet. Die Rückkehr hat definitiv Spaß gemacht und der Lauf der Story über mehrere Wochen hat mich ebenfalls positiv überzeugt. Der Grind nach Lore, Hasen und Albträumen ist gelungen. Trotz des vielen Recyclings (selbst Truhen stehen teilweise an den gleichen Stellen wie vor einigen Jahren, was wohl für einen weiteren Nostalgiefaktor sorgen soll): Top!

Powerleveling / Meilensteine!

Mit Festung der Schatten wurden das Powerleveling und die Meilensteine überarbeitet. Die Möglichkeiten, um an Spitzenloot zu gelangen, wurden auf die herausfordernsten Aktivitäten begrenzt, was ich absolut begrüße. Es macht deutlich mehr Spaß, 30 Minuten an einem Dämmerungsstrike zu sitzen, als von Event zu Event zu fahren oder 3 alte Storymissionen zu wiederholen. Dadurch wurde ebenfalls das Powerleveling erschwert und man benötigt annähernd die gesamte Saison, um das Maximum zu erreichen. Top!

Saisonale Artefakte!

Die saisonalen Artefakte stärken unseren Hüter, wenn man denn fleißig Erfahrungspunkte sammelt. Beutezüge haben daudrch wieder an Bedeutung gewonnen, so dass man im Zweifelsfall täglich eine Idee hat, was man sinnvolles erledigen kann. Die Artefakte legen den Fokus auf gewisse Waffen und stärken gewisse Elemente, so dass man seinen Spielstil daran anpassen kann. Das spielbare Loadout wird zwar dadurch zum Teil eingeschränkt, aber es entsteht Abwechslung. Verstaubte Waffen werden plötzlich benötigt und die vermeintliche Meta wird sich mit jeder Saison verschieben. Das Artefakt gibt Möglichkeiten, kreativ zu sein und ermöglicht starke Builds, insbesondere in Verbindung mit „Armor 2.0“. Top!

Armor 2.0 / Ornamente!

Armor 2.0 hat den Grind nach mächtiger Rüstung verändert. Verschiedene Elemente, divere Kombinationen und Statistiken, sowie spezielle Modifikatoren. Jede Rüstung kann auf den eigenen Spielstil entwickelt und angepasst werden. Die Jagd nach den passenden Mods, den besten Werten und Elementen. Dazu die Möglichkeit, über die Ornamente jede Rüstung in ihrem Aussehen zu verändern und sich so auch optisch erkennbare Builds zu bauen. Top!

Endgamecontent: Albtraumjagd / Dämmerung – Die Feuerprobe / Grube der Ketzerei / Garten der Erlösung!

Die neuen Endgameaktivitäten haben in meinen Augen eingeschlagen. Die Albtraumjagden und die neue Art des Dämmerungsstrikes sind einfach absolut gelungen. Der Kampf gegen Champions, wie zum Beispiel unaufhaltsame Oger ist einfach nur klasse. Die Teams sind gefordert, miteinander zu kommunizieren und ihre Waffenauswahl aufeinander abzustimmen. Jeder Strike fühlt sich neu und anders an, auch die Schwierigkeit variiert. Dazu der Grind nach den begehrten Aszendentenbruchstücken, versteckt in einer schwierigen Aktivität. Top!

Der neue Dungeon „Grube der Ketzerei“ überzeugt durch ein atemberaubendes Ambiente und die Arbeit mit dem Schwertrelikt lässt Erinnerung an die alten Zeiten zu. Der Schweirigkeitsgrad führt zu einem Abzug in der B-Note, aber wer die Herausforderung liebt, der findet diese im Abschluss der entsprechende Triumphe. Top!

Der neue Raid „Garten der Erlösung“ und die zugehörige Quest zur Göttlichkeit sind ebenfalls absolut in Ordnung. Es handelt sich für mich nicht um ein absolutes Raidhighlight, aber eine solide Variante. Triumphe und Herausforderungen gehen über die gesamte Saison, so dass die Wiederspielbarkeit definitiv gegeben ist. Nicht Top, aber auch auf jeden Fall kein Flop!

Der Seasonpass!

Den Seasonpass halte ich für verzichtbar, belohnt allerdings die Aktivität der Hüter mit einigen Materialien, die deutlich wichtiger geworden sind. Ein Rüstungsset sowie die exotische Handfeuerwaffe lassen den Seasonpass wichtiger erscheinen, als er eigentlich ist. Flop!

Vex-Offensive und Hafen der Sorgen!

Der Hafen der Sorgen sticht wieder durch fehlendes Matchmaking heraus und die Mechaniken dieser Aktivität sind überschaubar. Wenn man dann an die Aufgaben aus den Triumphen denkt, fallen mir schnell die Begriffe eintönig und langweilig ein. Die Vex-Offensive steigert diese Gedanken nochmal und die Entwicklung zum unsterblichen Geist ist leider absolut enttäuschend. Flop!

Exotische Questreihen Leviathan-Hauch, Todbringer, Göttlichkeit, Xenophage!

Die Questreihen waren allesamt keine Highlights, aber solide ausgewählt. Die  Waffen hingegen sind ausnahmslos eher schwach (zumindest wenn man berücksichtigt, dass die Göttlichkeit nur auf Grund eines Bugs zu einem stapelbaren DPS-Buff fähig ist), so dass die Waffen lediglich nette Spielereien sind. Die Xenophage erhält kommende Season einen Schadensbuff um 50% im PvE, hier muss man auch erstmal abwarten. Eher Flop als Top!

Streiche Spitzenwaffen, setze Ritualwaffen!

Die Zeiten der herausragenden Spitzenwaffen scheinen vorbei und wir begrüßen die  Ritualwaffen. Eine Randys Wurfmesser hat mich überzeugt und besticht durch eine ordentliche Effizienz im Schmelztiegel. Da ist es letztlich auch vollkommen egal, ob sie nun Spitzenwaffe oder Ritualwaffe heißt. Die Maschinenpistole Fluchtplan und das Maschinengewehr Hochkant hingegen sind zwar solide Waffen, aber stechen in keinem Fall positiv heraus. Eher Flop als Top!

Die aktuelle Balance und Meta!

Der Schmelztiegel ist insgesamt ausgeglichener geworden. Es sind wieder viele Waffenkombinationen möglich und spielbar, insbeondere bei den Primärwaffen herrscht ausgeglichene Vielfalt. Jedoch hat sich der Spielstil erneut weg von der Primärwaffe und in Richtung Spezialwaffe entwickelt. Schrotflinten und insbesondere Fusionsgewehre haben die Vorherrschaft und viele Hüter halten mittlerweile ihre Sniper „Erentil“ oder den skandinavischen Toaster für ihre Primärwaffe, so dass hier ein Tuning nötig wäre. Aber unter dem Strich wird es immer eine Meta mit Ausreißern geben. 

Im PVE hat sich die Meta in Richtung Scharfschützengewehre in Kombination mit Granatwerfern entwickelt. Durch die Nerfs von allen Nachladeneffekten hat sich daher das Waffenloadout verändert und mir gefallen die neuen DPS-Biester deutlich besser. Eine Trefferserie mit einem Scharfschützengewehr fühlt sich eben stark und stilvoll an, im Gegensatz zu einem Granatwerferspam. In der Summe Top!

Wenn ich mir nun das Gesamtpaket anschaue, dann komme ich zu dem Fazit, dass Bungie mittlerweile wieder mehr Dinge richtig macht und auf dem richtigen Weg ist. Ein tolle Saison lässt Vorfreude auf die kommenden Abenteuer zu.

Wie seht ihr das ? Seid ihr zufrieden und voller Tatendrang oder ist das Destinyuniversum vom Aussterben bedroht? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Glück auf,
Benny