Destiny – Deej im Interview mit Playstationblog

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Im Rahmen der Gamescom hatte Marianne Sartori vom französischen PlayStation.Blog das Privileg Destiny anspielen zu dürfen. In einem anschliessenden Interview richtete sie ihre noch offenen Fragen an Community Manager David Dague alias „DeeJ von Bungie. Dieses Gespräch hat sie nun in Worte gefasst und niedergeschrieben:

Ich habe mich sehr darüber gefreut, David „DeeJ” Dague von Bungie Anfang des Monats auf der gamescom treffen zu können. Er war so freundlich, meine Fragen zu Destiny zu beantworten, dem brandheiß erwarteten neuen Projekt des Studios. Wir haben uns über viele Themen unterhalten, einschließlich Gegenstandsanpassungen, Klassentypen, Waffen und Details zur Funktionsweise des Multiplayer-Gameplays.

Mit Destiny bleibt Bungie dem Science-Fiction-Universum treu. Was ist dieses Mal anders an der Spieldynamik?

DeeJ: Destiny spielt in einer völlig neuen Welt, in Landen, die ganz anders sind als alle, die wir bisher geschaffen haben. Wir sprechen bei dem Titel von „mythischer Science-Fiction”, da in Destiny Science-Fiction, Fantasie und Mystik miteinander verschmelzen.
Ich glaube, die Spieler werden die Helden von Destiny eher als Ritter wahrnehmen statt als Soldaten. Bei Destiny dreht sich alles um die persönliche Reise. Es geht um ein episches Abenteuer, bei dem die Geheimnisse gelüftet werden müssen, die im Laufe der Geschichte auftauchen.

Die Landschaften sind post-apokalyptisch. Du hast erwähnt, dass sich die Spieler darin wohlfühlen werden …

DeeJ: Es ist etwas ironisch, zu behaupten, dass eine post-apokalyptische Gesellschaft etwas ist, zu der man immer wieder zurückkehren möchte. Aber obwohl das Goldene Zeitalter zu Ende gegangen ist und obwohl die Spieler einer ehemaligen Zivilisation angehören und das ganze Sonnensystem zerstört wurde, ist die existierende Stadt weiterhin von Menschlichkeit geprägt.
Das Abenteuer, das in Destiny stattfindet, schickt die Menschheit wieder hinaus in die Wildnis des Sonnensystems, um die verlorenen Schätze des Goldenen Zeitalters zu bergen. Es ist definitiv eine Geschichte, die von Erlösung handelt und davon, in unserer Vergangenheit zu wühlen, um zu verstehen, was passiert ist, und so unsere Zukunft zu sichern.

Kannst du uns mehr über die verschiedenen Klassen im Spiel erzählen?

DeeJ: Bei Destiny dreht sich alles darum, persönliche Entscheidungen zu treffen. Als Erstes müssen die Spieler entscheiden, welcher Klasse von Hütern sie angehören möchten. Man kann ein Titan werden – sie zeichnen sich durch schwere Rüstung und enorme Kraft aus. Man kann ein Jäger werden – sie zeichnen sich durch Tarntaktiken aus. Oder man kann ein Warlock werden – bei ihnen dreht sich alles darum, die enormen Kräfte der Reisenden zu nutzen.
Alle bieten verschiedene Optionen für das Aussehen, die Art zu kämpfen und den Kampfstil. Die Rüstung, mit der die Charaktere ausgestattet sind, verrät uns, welche Missionen sie abgeschlossen haben, wohin sie am häufigsten reisen und so weiter.
Ich glaube, die stärksten Teams werden diejenigen sein, in denen jeder Spieler eine andere Rolle übernimmt und verschiedene Kräfte und unterschiedliche Fähigkeiten verwendet. Alle haben verschiedene Möglichkeiten, sich gegenseitig zu unterstützen.

Und was ist mit den Waffen?

DeeJ: In diesem Spiel gibt es mehr Waffen als in allen anderen, die wir zuvor entwickelt haben. Die Waffen stehen allen Spielern zur Verfügung, sie müssen sie jedoch finden. Sie müssen Gegner besiegen, um ihre Missionen abzuschließen, um diese Waffen zu erhalten und sie zu ihrem Inventar hinzuzufügen. In Destiny kann man sich jederzeit mit drei Waffen ausrüsten.
Je häufiger die Waffen verwendet werden, desto gefährlicher werden sie im Laufe der Zeit. Verschiedene Waffen können verbessert und auf unterschiedliche Weise angepasst werden. Es kann auf den ersten Blick so aussehen, als hätten zwei Spieler dieselben Waffen in der Hand, aber basierend auf den Präferenzen des Spielers können sie sich völlig anders verhalten. Es hängt alles von den persönlichen Entscheidungen ab. Der erste Schritt im Spiel ist der wichtigste.

Was glaubst du, wie lange der Lebenszyklus des Spiels ist?

DeeJ: Angesichts der verschiedenen Spielweisen für Destiny und der Tatsache, dass das Spiel einhundert Prozent dynamisch ist und jedes Mal ein anderes Spielerlebnis bietet, wenn es mit anderen Mitspielern gespielt wird, glauben wir, dass die Spieler, die es spielen, dies sehr lange tun werden. Die Idee bestand darin, eine Welt zu schaffen, in die man immer und immer wieder eintauchen kann.

Während der Demo auf der gamescom schien es, als könne man alleine anfangen, zu spielen, und dann plötzlich in eine Szene geraten, in der andere Spieler gemeinsam kämpfen. Kannst du uns mehr über das Multiplayer-Gameplay erzählen?

DeeJ: Ich glaube, das ist der Aspekt, der Destiny von allen anderen Titeln unterscheidet, die Bungie bisher entwickelt hat. Wir hatten diese Idee schon sehr lange. Das Spiel wurde von Grund auf so entwickelt, dass es sozial und kooperativ ist, während man sich seinen Weg durch das Spieluniversum bahnt und der Geschichte folgt.
Spielt man alleine, kann es vorkommen, dass man ein öffentliches Event sieht und mitmachen möchte. Man kann aber auch alleine weitermachen. Man begegnet anderen Spielern, die ihre Version des Spiels spielen, und kann entschieden, mitzumachen oder seinen eigenen Weg zu gehen.
Wir geben den Spielern vollständige Kontrolle über ihr Erlebnis in Destiny. Sie entscheiden, wobei sie mitmachen und welchen Weg sie einschlagen möchten. Aber bei allem, was sie tun, befinden sie sich in einer lebendigen sozialen Welt, in der sich ihr Weg mit dem anderer Helden kreuzen wird.

Wie hast du die Entwicklung für PS4 empfunden?

DeeJ: Wir verwenden brandneue Tools, die von Grund auf entwickelt wurden, um dieses Erlebnis für alle Geräte zu optimieren, für die das Spiel verfügbar sein wird. Wir entwickeln ein Spiel, das auf allen Systemen großartig sein wird, die wir beliefern werden, aber wir freuen uns definitiv sehr über die Möglichkeiten der nächsten Generation von PS4. Und aus Community-Sicht freue ich mich besonders, dass Bungie der PlayStation-Nation ein tolles Erlebnis bieten kann, und dass wir eine völlig neue Spielergruppe in unserer Community begrüßen können.

Möchtest du der PlayStation-Community noch etwas sagen?

DeeJ: Eure Community wird die wichtigste Zutat für Destiny liefern. Jeder Spieler wird einen Charakter in diesem Spiel erstellen und eine Rolle darin spielen. Und wie bei allen Bungie-Spielen ist es so, dass wir auch dieses Mal wieder komplett die Kontrolle verlieren werden, wenn der Titel in die Hände der Community übergeht. Die Community übernimmt, macht sich das Spiel zueigen und tut Dinge, auf die wir nie gekommen wären. Und ich werde zusehen. Ich kann’s kaum erwarten, bis die PlayStation-Spieler den neuen Controller in den Händen halten, sie ihre Erlebnisse teilen und ihre eigenen Geschichten erzählen werden. Denn genau darum geht es uns!

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