Marty O’Donnel gewinnt vor Gericht

Veröffentlicht von

Halo- und Destiny-Komponist Marty O’Donnell hat einen Rechtsstreit gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Bungie gewonnen. Das Studio, zu dessen Gründungsmitgliedern Marty O’Donnell zählte, hatte ihn im April 2014 völlig unerwartet gefeuert. Wir berichteten hier und hier. Eine Begründung für diese Maßnahme nannte man dabei jedoch nie.
Doch Marty O’Donnell ließ die Kündigung nicht einfach auf sich sitzen, sondern ging vor Gericht. Schließlich wurden ihm mit der Kündigung seine Aktienanteile am Unternehmen sowie seine Bonuszahlungen entzogen.
Das Gericht sprach ihm nun in einem Urteil nicht nur die Erneuerung seiner Aktienanteile an Bungie zu, sondern auch die ihm zustehenden Bonuszahlungen (142.500 Dollar). Hinzu kommen zudem auch noch nicht ausgezahlte Löhne im Höhe von 95.000 Dollar.
Mit dem Gerichtsurteil kam auch die Ursache für seine Kündigung zu Tage.
Demnach komponierte Marty O’Donnell zusammen mit dem Ex-Beatle Paul McCartney einen Song für den E3-Trailer, bei dem Destiny erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Doch dem Publisher Activision gefiel der Song nicht und kreierte daraufhin einen eigenen Song, den man dann schließlich auch im E3-Trailer nutzte.
Auch die Proteste seitens Bungie ließen Activision nicht umstimmen.
Marty O’Donnell fühlte sich schließlich in seiner kreativen Freiheit beschränkt und wetterte gegen Activision und dessen Trailer. Er bedrohte sogar Mitarbeiter und ermahnte sie, den Trailer nicht in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Teilweise unterbrach er sogar Pressetermine, um seiner Wut freien laufen zu lassen. Zudem soll er nur noch unmotiviert gearbeitet haben.

Marty O’Donnell selbst äußerte sich dahingehend nur insofern, dass er sich selbst gegen das Verhalten des Publishers zur Wehr setzt. Er empfinde das als zerstörerischen Eingriff in die kollegiale Arbeitsatmosphäre Bungies.
Seitens Bungie brachte O’Donnell das Fass zum überlaufen, als er gegen den Willen seiner Vorgesetzten seinen Song trotzdem veröffentlichen wollte.
Bungie war gezwungen, den einstigen Haus- und Hofkomponisten vor die Tür setzen.

Jetzt ist O’Donnel bei bei Highwire Games, welches er selbst mitgegründet hat.
Seine Musik, die er für Destiny kreiert hat, wird jedoch auch noch in den nächsten Destiny Teilen zu hören sein, das belegen zumindest die Gerichtsdokumente. Diese verraten zudem, dass für Destiny 5 Teile geplant waren. Hier ist die Rede von 4 Titeln mit den Decknamen „Tiger“, ein weiterer Titel trägt den Decknamen „Comet 4“. Die Dokumente dürften allerdings durch die Verscheibung des Releases nicht mehr so ganz aktuell sein.

image

Das gesamte Gerichtsurteil findet ihr im Link hinter der Quelle.

Quelle