Wie sieht die Zukunft von Destiny aus?

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Wie sieht die Zukunft von Destiny aus? Diese Frage stellen sich momentan viele Hüter. Wird es neue DLCs geben? Bungie hüllt sich dazu komplett in Schweigen und will einfach nicht verraten, wie der Fahrplan für das Jahr 2016 aussieht. Fest steht nur, dass wir im Herbst 2016 (September?) mit Destiny 2 rechnen können. Doch wie will Bungie den Zeitraum bis dahin überbrücken?

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Eurogamer hat sich mit Senior Designer Derek Carroll unterhalten. Dieser äußerte sich zumindest dahingehend, wie man neue Inhalte für „König der Besessenen“ liefern will.
Schon im Oktober 2015 stellte Bungie die Weichen damit um, Mikrotransaktionen für Destiny im Spiel zu integrieren. Die Eververse Trading Company bei Tess Everis wurde ins Leben gerufen. Sie verkauft Items kosmetischer Natur, die weder den Spielfluss beeinträchtigen, noch den Käufern irgendwelche Ingame-Vorteile verschaffen. So will Bungie die laufenden Kosten decken und es scheint sich zu bewähren, ansonsten würde man nicht diesem Weg gehen.
Erst gestern hat man dann ein neues,  zeitlich begrenztes Event veröffentlicht, die Sparrow Racing League. Laut Derek Carroll will man so mit „König der Besessenen“ weiter verfahren. Man wolle sich von der Idee der Bezahl-DLCs verabschieden und vermehrt auf spezielle Contens in Form von Events mit Mikrotransaktionen setzen. Das gestern erschienene Winter Event, die Sparrow Racing League, weist den Weg, denn auch dort gibt es Mikrotransaktionen, bei denen man sich mit kosmetischen Items aufrüsten kann – natürlich nicht kostenlos.

Sieht so aus, als wolle man für Destiny 1 nicht mehr weiter auf die großen DLCs setzen, sondern vielmehr auf unterschiedliche Events, die alle König der Besessenen Besitzer kostenlos spielen können.
Ähnliche wie bei der Sparrow Racing League, sollen die Events immer als Überraschung geplant sein.

Doch warum geht Bungie diesen Weg? Schließlich schreien die Destiny-Fans nach neuen Inhalten und vor Allem nach den sehr beliebten Raids.
Die Entscheidung Bungies diesen Weg zu gehen könnte schlichtweg daran liegen, dass einfach nicht genug Manpower in Form von Personal vorhanden ist, um gleichzeitig die bestehenden Inhalte zu pflegen, an Destiny 2 und an neuen DLCs zu arbeiten. Dies würde einen Arbeitsaufwand bedeuten, der enorm hoch angesetzt und kaum zu bewältigen ist. Nicht umsonst hat Bungie sich für Destiny 2 ein weiteres Studio, die High Moon Studios (Call of Duty: Advanced Warfare, Transformer Titel: „War of Cybertron“, „Dark of the Moon“, „Fall of Cybertron“ ) ins Boot geholt, das an der Entwicklung mithilft.
Auch die Autorin Christine Thompson, die unter Anderem für die Story von Star Trek Online bekannt ist, hat das Lager gewechselt und ist nun bei Bungie als Senior Writer tätig.
Man sieht, dass Bungie alles daran setzt, um Destiny 2 fertig zu stellen und gut zu verpacken. Leider muss darunter wohl Destiny 1 leiden, weitere DLCs zu entwickeln schafft man wohl einfach auf Grund der Personalsituation nicht. Dennoch will das Live Team von Bungie neue Inhalte in Form von Events bringen, um Destiny und die nach neuem Content schreiende Community am Leben zu halten.
Mit der Sparrow Racing League hat Bungie bewiesen, dass man sich die Wünsche der Community zu Herzen nimmt und versucht, sie in die Tat umzusetzen. Wie Darek Carroll jedoch den Begriff „Content“ definiert, bleibt abzuwarten. Content beinhaltet so ziemlich alles, was es in der Spielewelt gibt. Auch ein Raid ist ein Content und könnte als Event betrachtet werden.
Bleibt also nichts weiter, als abzuwarten, was das Liveteam noch so in Petto hat. Auf alle Fälle sollte Bungie sich dessen bewusst sein, dass die Stammspielerschaft nur mit vielen neuen und abwechslungsreichen Inhalten gehalten werden kann, die die Hüter auch herausfordern.
Außerdem sollte Bungie der Community mitteilen, wie der Fahrplan für 2016 aussieht, damit sie dem Spiel nicht den Rücken kehren.

Unsere Freunde von Ziro.tv haben auch ihre Meinung zu diesem Thema in einem Video kundgetan:

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